Fruktose-Intoleranz

Die sogenannte „Fruktoseintoleranz“ oder auch „intestinale Fruktoseintoleranz“ ist im eigentlichen Sinne eine Fruktosemalabsorption.

Wenn man eine Fruktosemalabsorption hat, dann bedeutet das, dass man keinen Fruchtzucker (Fruktose) verträgt. In Deutschland sind ungefähr ein Drittel der Menschen davon betroffen, deutlich mehr Frauen als Männer.

 

Was ist eine Fruchtzuckerunverträglichkeit?

Im Gegensatz zur Laktose, der ein Zweifachzucker ist und erst mit Hilfe eines ENZYMS gespalten werden muss, um die Darmwand passieren zu können, handelt es sich bei der Fruktose bereits um einen Einfachzucker. Es braucht demnach kein weiteres ENZYM, um den Zucker in eine Form zu bringen, die die Darmwand passieren kann. Aber es ist ein passender Transporter nötig, der die Passage vom Inneren des Dünndarms durch die Darmschleimhaut in die Blutbahn ermöglicht. Wenn man an einer Fruktosemalabsorption leidet, dann hat man nicht genügend von diesen Transportern (GLUT-5- Transporter) zur Verfügung.

Wenn also zu große Mengen an Fruchtzucker auf einmal im Dünndarm landen, dann ist das Transporter-SYSTEM überfordert und kann nur noch den zweiten, dritten oder Xten Fruchtzucker durch die Darmwand ins Blut transportieren. Der Rest wandert dann weiter in den Dickdarm und wird von den dort lebenden Bakterien vergärt, was zur Entwicklung von Gasen (Blähungen) und kurzkettigen Fettsäuren (hohes Wasserbindungsvermögen => Durchfall) führt. Üblicherweise kann ein gesunder Mensch in etwa 30-50 g Fruktose am Tag aufnehmen.

Es wird zwischen zwei Formen unterschieden: der sehr viel selteneren primären bzw. hereditären  Fruktoseunverträglichkeit und der sekundären Fruktosemalabsorption.

Bei der heriditären, der angeborenen Variante entwickeln die Säuglinge bereits nach der Einführung der Beikost heftige Beschwerden. Diese Form hat einen lebenslangen Verzicht von  Fruchtzucker zur Folge – und wer davon betroffen ist, wird es wissen.

Die sekundäre bzw. intestinale Fruktosemalabsorption entsteht erst im Laufe des Lebens und ist meist bedingt durch chronische Darmkrankheiten (z.B. Morbus Crohn, Zöliakie). Sie kann sich aber auch nach einem operativen Eingriff (z.B. Kurzdarm-SYNDROM) oder durch eine bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms entwickeln.

Es gibt noch eine Sonderform der Fruchtzuckerunverträglichkeit, die vor allem Kinder in der Wachstumsphase betrifft: da die Darmoberfläche noch zu gering und somit deren Absorptionskapazität begrenzt ist, können Kinder eine temporäre Fruktosemalabsorption ausbilden. Auch in diesem Fall ist es ratsam zu testen, ob eine Unverträglichkeit auf Fruktose vorliegt und dann ggf. die Ernährung entsprechend umzustellen – zumindest für die Zeit, in der die Unverträglichkeit vorliegt.

 

Beschwerden bei einer Fruktosemalabsorption

 

Die Beschwerden sind wie bei der Laktoseintoleranz oftmals denen eines Reizdarms sehr ähnlich. Nach dem Verzehr von Fruchtzucker (z.B. aus Obst, Säften oder Süßigkeiten) kann es zu:

 

·        Bauchschmerzen,

·        Krämpfen,

·        Blähungen,

·        Durchfall

·        und zum Teil auch Erbrechen führen / kommen.

 

Diese Beschwerden muss man allerdings nicht unmittelbar nach dem Verzehr bemerken, sie können bis zu 72 Stunden danach auftreten.

Darüber hinaus kann es in selteneren Fällen auch zu weniger spezifischen Beschwerden kommen, wie zum Beispiel:

 

·        verringerte gastrointestinale Motalität,

·        Verstopfung,

·        Kopfschmerzen,

·        Schwindel,

·        chronische Müdigkeit und

·        Konzentrationsstörungen.

 

Grundsätzlich gilt es aber zu bedenken, dass auch bei „Gesunden“, die ausreichend Transporter-Proteine zur Verfügung haben, um den Fruchtzucker aus dem Darminneren in die Blutbahn zu transportieren, zu folgenschweren gesundheitlichen Problemen kommen kann: Ein Zuviel an Fruchtzucker ist assoziiert mit verschiedenen Stoffwechselstörungen wie z.B. Gicht, Diabetes II, Fettleber, Adipositas und metabolisches SYNDROM.

 

Diagnose einer Fruktosemalabsorption

Diagnostiziert werden kann eine Fruchtzuckerunverträglichkeit am besten über einen Wasserstoff-Atemtest. Der H2- Atemtest ermöglicht zugleich eine Abgrenzung von anderen Intoleranzen (z.B. Laktose, Sorbit). Dann hat man eine sachliche Aussage darüber, ob man den Fruchtzucker verträgt und auch eine Vorstellung davon, wie intensiv man auf die Zufuhr von Fruktose reagiert. Ein Austesten ist bei Fruchtzuckerunverträglichkeit ist schwierig, da man gern über versteckte Fruchtzucker in verarbeiteten Produkten stolpert.

 

Mögliche Behandlung einer Fruktosemalabsorption

Anders als Laktose, die dann ggf. ganz weggelassen werden sollte (weil man den Darm nicht auf Laktose-Verträglichkeit trainieren kann!) sollte man zunächst mit einem absoluten Verzicht auf Fruchtzucker beginnen (ca. 2 Wochen), um dann danach seine individuelle Grenze an verträglichen Mengen austesten zu können. Es ist nicht empfehlenswert für immer vollständig auf Fruchtzucker zu verzichten, weil dadurch die Verträglichkeit noch weiter reduziert werden würde.

Für von Fruktoseunverträglichkeit Geplagte gibt es die Möglichkeit mit Tabletten die Verdauung während einer fruktosehaltigen Mahlzeit zu unterstützen. Auch hier sollte man selbst austesten, ob das die Beschwerden lindert. Ansonsten hilft es oftmals schon etwas Traubenzucker (Glukose) zur Mahlzeit hinzu zu nehmen, denn dann springt ein weiteres Transporter-SYSTEM an, welches dabei helfen kann – neben der Glukose – auch den Fruchtzucker (Fruktose) durch die Darmwand ins Blut zu transportieren.

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Der Kooperationspartner Optiprevent (optiprevent.de) bietet die Möglichkeit mit Hilfe von Atemtests, die bequem zuhause durchgeführt werden können, die beiden häufigsten Unverträglichkeiten zu testen (Laktose und Fruktose) und gleichzeitig das Vorhandensein einer Dünndarmfehlbesiedelung auszuschließen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wird dann ein individuell angepasster Ernährungsplan mit zusätzlichen Empfehlungen von unterstützenden, freiverkäuflichen Präparaten erstellt.